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Sternschnuppenjagd

Schneeexperte Publikationen Kälteexperte Sternschnuppenjagd


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"Suche Dir die stillsten Pfade jenseits aller lauten Welt,
und Dein Herz erfährt die Gnade, dass ein Stern vom Himmel fällt."

(anonymos)

Sternschnuppenjäger

Meteorit

Sternschnuppe

Geminiden-Beobachtung 9 mm-Meteorit Odessa Leoniden-Meteorspur



Zu einer gelungenen romantischen Sternschnuppennacht bei klarem Himmel, möglichst ohne Mond, fern von jedem Stadtlicht, benötigt jeder nur richtig warme Kleidung, eine bequeme Liegestatt, ein heißes Getränk und etwas Sternschnuppenglück.

Möchte man dagegen eine hernieder gefallene Sternschnuppe finden, einen Meteoriten, fliegt man am besten in die Antarktis, um auf den Eisflächen die Steinchen zu entdecken, oder man kontaktiert einen seriösen und erfahrenen Meteoritenhändler (siehe Links).

Eine Sternschnuppe ist ein Kleinkörper aus dem Weltall, welcher in die dichte Erdatmosphäre eintritt und mit Teilchen der Luft kollidiert. Luft und absplitternde Meteorteilchen werden dabei ionisiert und erzeugen eine Leuchtspur - die wir als Sternschnuppe (Meteor) sehen. Sie können in allen Farben erscheinen, am Nachthimmel zerbrechen und sogar scheinbar senkrecht nach oben in den Himmel steigen.

Besonders leuchtstarke Exemplare werden als Feuerkugel bezeichnet, auch Boliden genannt, und sind heller als die Venus. Sie können dabei die ganze Landschaft gleißend erhellen und Schatten werfen. Unsere hellste Feuerkugelsichtung war 14 mal so hell wie der Vollmond.



Quadrantiden:

Mit den Quadrantiden ist Anfang Januar der erste große Sternschnuppen-Strom eines jeden Jahres aktiv. Das Maximum ist in der Nacht vom 3. zum 4. Januar. Im kurzen Aktivitätszeitraum ist mit möglichen 50 Meteoren je Stunde zu rechnen. Um Mitternacht hat der zirkumpolare Radiant dann schon eine gute Höhe in Nordostrichtung.

Perseiden:

Am 11./12./13. August wird jedes Jahr das Maximum der Perseiden erreicht. Der Radiant erreicht gegen 22 Uhr eine ausreichende Höhe. Die Raten können bis zu 50 Meteore je Stunde erreichen. Dabei gab es in der Vergangenheit auch Outbursts mit Hunderten von Meteoren je Stunde. Die meist lauen Sommernächte machen diese Stunden zur bekanntesten Beobachtungsnacht.

Leoniden:

Zum Ende der ersten Novemberdekade beginnen die Leoniden ihre Aktivität. Für Beobachtungen sollte man die zweite Nachthälfte bevorzugen, weiterhin empfehlen sich auch die Tage vor und nach dem Maximum (17.11. ab 22 Uhr). Als Raten werden ca. 20 Meteore je Stunde erwartet, mit der Möglichkeit höherer Aktivität. Die Zeit der großen Sternschnuppenregen ist jedoch vorbei.

Geminiden:

Der Strom des Monats, und der letzte große im Jahreslauf, die Geminiden, beginnt am 7.12. seine Aktivität. Das Maximum wird am 14.12. erreicht. Dabei kann man mit einer Rate von 60 sichtbaren Meteoren rechnen. Somit sollte man bei geeignetem Wetter im Dezember eine richtige Vorweihnachtsstimmung erleben.

Sporadische:

Sternschnuppen, also solche, die keinem anderen Strom zugerechnet werden können, bezeichnet man als sporadische Meteore. Sie können zu jeder Nachtzeit und im ganzen Jahr sichtbar werden. Die Häufigkeit liegt bei 1-3 je Stunde.



Leoniden-Stürme


Das Feuerwerk zur Jahrtausendwende. In 150 Jahren wird eine neue Generation dieses Riesenschauspiel wieder beobachten. Über fünf Jahre hinweg durchflog die Erde die alten Bahnen des Kometen Tempel-Tuttle und läßt eine Bilanz ziehen, die selbst seit den ersten Aufzeichnungen ab 902 v. Chr. als mehrjährige Häufung nie festzustellen war. Zwar gab es Jahre wie 1799, 1832, 1833, 1866, 1868, 1900 und 1966 die tausende Sternschnuppen in wenigen Stunden offenbarten, aber nie als Regen oder Sturm, der sich über mehrere Jahre hinzog.

Als Sternschnuppenjäger konnten wir als einer der wenigen erfolgreich weltweit alle fünf Ereignisse der vergangenen Jahre mit großem Aufwand, den günstigsten Wetterstandort auf der Erde zu finden, verfolgen, dokumentieren und wissenschaftlich auswerten. Die Bilanz der letzten Jahre in der Maximumsphase (Peak) sei nachstehend aufgeführt. Man bedenke, dass eine normale Leonidennacht maximal 50 Meteore bringt und in fünf bis zehn Jahren etwa eine Feuerkugel (extrem helle Sternschnuppe) auftritt. Die allerseltensten Meteorerscheinungen sind Earthgrazer (EG), auch bezeichnet als Atmosphärenstreifer (siehe Web-Menü Publikationen). Nachdem ein Beobachter nie alle Sternschnuppen am Himmel auf einmal sieht, betrifft die Tabellenzahl der Meteore die Gesamtmenge aller Erscheinungen jener sagenhaften Stunden.

Datum Dauer Ort Art / Menge Art / Menge

17. November 1998 4 Std. Mongolei Feuerkugeln 70 + Meteore 1.000

18. November 1998 2 Std. Mongolei Feuerkugeln 10 + Meteore 450

18. November 1999 4 Std. Türkei Feuerkugeln 15 + Meteore 2.000

19. November 2000 1 Std. Würzburg Feuerkugeln 10 + Meteore 300

19. November 2001 6 Std. China Feuerkugeln 220 + Meteore 14.000 + EG 5

19. November 2002 2 Std. Spanien Feuerkugeln 25 + Meteorsturm 8.000

Ab November 2003 2 Std. Weltweit Feuerkugeln 0 + Meteore 40

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